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Itzehoe / ara/lpe – Großreinemachen ist angesagt in der Innenstadt. Sonnabend, 15.März, ruft der Verein „Wir für Itzehoe“ zum Aktionstag „Sauberes Itzehoe“ auf. Und das ist auch nötig. Beim Stadtforum des Vereins wurde wieder einmal Kritik am Zustand der Straßen und Wege laut.
„Unsere Stadt hat augenscheinlich ein Problem mit der Sauberkeit“, sagte Thomas Rosemann. Der Aktionstag sei nur ein Zeichen, dennoch: „Wir werden dezent darauf hinweisen, dass mehr gereinigt werden muss“, so der Geschäftsmann. „Es kann nicht angehen, dass eine Stadt samstags und sonntags so richtig versifft aussieht.“
Als Geschäftsinhaber könne man nicht mehr machen, als vor der eigenen Tür zu kehren. Nicht alle hielten das jedoch für notwendig. „Meist hilft es schon, wenn man den Nachbarn anspricht“, sagte Rosemann. Notfalls könne man das Ordnungsamt einschalten, das auf die Reinigungspflicht hinweise. Immer mehr Tagestouristen kämen nach Itzehoe, ob aus privaten oder geschäftlichen Gründen. „Diese Kunden sind uns wichtig“, betonte Rosemann. Es könne nicht sein, dass gerade am Wochenende der Müll nur so durch die Fußgängerzone fliege. Den Grund dafür glaubt Friedrich Voß zu kennen: „Wir haben einfach zu wenig Müllbehälter dort“, sagte er, „manchmal gleicht die Fußgängerzone einer Papierwüste, das ist eine Katastrophe!“ Die bisherigen Müllsysteme sollen ausgetauscht werden. Zwei neue Tonnen wurden für eine Testphase in der Breiten Straße aufgestellt. „Wie lange wollen die denn noch probieren?“, fragte Voß. Bürgermeister Rüdiger Blaschke klärt auf Nachfrage auf: Die Erprobungsphase sei abgeschlossen und positiv verlaufen. Es werde kein Müll aus den Geschäften mehr dort entsorgt, auch der Verzicht auf die Trennung habe sich bewährt. Problem: Die Tonnen sind zu teuer. Nun sollen günstigere Angebote gesucht werden. Die Tonnen allein seien jedoch nicht das Problem, so Rosemann: „Der meiste Dreck entsteht hier sonnabends und sonntags“, es nütze nichts, wenn die Innenstadt nur montags bis freitags gereinigt werde. Gerade sonntags sehe es dort aus „wie Sau“. Auch die gelben Säcke, die am Vorabend der Abholung vor die Ladentür gestellt werden, machen ihm Sorgen. Raben und Randalierer sorgten dafür, dass der Inhalt in der Fußgängerzone verteilt werde. Ein zentraler Verschlag sei dafür eine Lösung, findet Rosemann. „Andere Städte schaffen das ja auch!“ Ralph Busch (CDU) sprach im Hauptausschuss ebenfalls an, dass er von Randale, aber auch Einbrüchen gehört habe. Blaschke konsultierte inzwischen dazu die Polizei – dort sei das aber so nicht angekommen, sagte der Verwaltungschef gegenüber unserer Zeitung. Bleiben die Reinigungsintervalle. Man werde prüfen, ob die Stadt am Sonnabend statt am Freitag sauber gemacht werden könne, so Blaschke. Rosemann denkt zurück an die verschmutzte Innenstadt zu Weihnachten – und blickt sorgenvoll voraus: Nach Gründonnerstag werde es wohl erst am Dienstag nach Ostern wieder eine Reinigung geben.
(Norddeutsche Rundschau, 06. März 2008)
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