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Randale auf Budenmeile – Wachdienst passt auf
Immer wieder werden Buden auf der Weihnachtsmeile zerstört. Jetzt soll ein Wachdienst weitere Randale verhindern.

Itzehoe– Eine zerschlitzte Zeltwand am Punschstand neben der Weihnachtsbühne, eine aufgebrochene Schmalzbäcker-Bude, mit Hefeteig beschmierte Stände – vor allem ärgerlich sind diese Schäden, die Randalierer in den vergangenen Nächten auf der „Weihnachtsmeile“ angerichtet haben.

In einem Fall allerdings hätte der Vandalismus auch in der Katastrophe enden können: In der Nacht zu Sonnabend hätte um ein Haar eine Würstchenbude in der Breiten Straße in Flammen gestanden. „Der Mülleimer daneben brannte, und das Feuer hatte auf die Bude übergegriffen“, erzählt Stadtmanager Wolfgang Helms. Ein Taxifahrer bemerkte den Brand zum Glück noch rechtzeitig, und die Feuerwehr konnte größeren Schaden verhindern.

„Es ist eine gewisse Wut da“, fasst Helms die Reaktion der Budenbesitzer und des Stadtmanagements zusammen. Vor allem, weil die Randale so unsinnig sei. „Ich begreife es nicht, warum so etwas gemacht wird“, sagt Helms. Geld sei an den Ständen nicht zu holen. „Lust am Vandalismus und die Suche nach Alkohol“ seien wohl in erster Linie die Beweggründe der Rowdys. „Man erwischt ja leider niemanden, so dass man sie nicht fragen kann.“

Es entstehe nicht nur Schaden, es werde auch Engagement gelähmt. „Die haben alle noch Ideen im Kopf, zum Beispiel für pfiffigere Dekorationen. Aber man wagt das ja gar nicht, weil es ja doch am nächsten Morgen weg oder zerstört ist.“

Damit nicht noch mehr Schaden entsteht, wird künftig nachts ein Wachdienst „mit scharfem Hund“ aufpassen, außerdem habe die Polizei angekündigt, verschärft Streife zu fahren. „Und viele Stände wurden mit speziellen Alarmanlagen aufgerüstet“, so Helms.

Für das nächste Jahr soll ein Konzept erarbeitet werden, um Randale von vornherein zu verhindern. Helms kann sich vorstellen, dabei auch andere Geschäftsleute ins Boot zu holen. Er habe gehört, dass im Gewerbegebiet Vor dem Delftor auch immer wieder Schilder kaputt gemacht werden. „Vielleicht kann man sich zusammensetzen und überlegen, was man machen kann – wir haben ja alle das gleiche Problem.“ Das Ziel, das erreicht werden soll, hat er bereits klar definiert: „Sauberkeit und Sicherheit.“

KATRIN GÖTZ

(Norddeutsche Rundschau, 06. Dezember 2007)