| Ziel: Das Wir-Gefühl stärken |
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Stadtmarketing-Verein besteht seit zehn Jahren / Mehr Privatleute sollen beitreten
Die 190 Mitglieder seien höchst unterschiedlich, sagt Ott. „Da ist das Flüchtlingskind, das der Stadt, die es aufgenommen hat, etwas zurückgeben möchte. Es ist der Unternehmer, der etwas für seine Stadt tun will. Und es ist der Unternehmer, der fragt: Was bringt mir persönlich die Mitgliedschaft?" Gerade für Letztere sei der Mitgliederbereich im Internet entstanden, wo unter anderem über Vergünstigungen informiert wird, die der Verein bietet - etwa preiswerte Paketmarken. Der Verein erfülle für die gesamte Region zentrale Funktionen im wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bereich, betont Ott. Dazu zählt auch der Tourismus. Doch gerade diese Aufgabe sei zu komplex, um sie ehrenamtlich zu bearbeiten. Deshalb habe man sich für einen hauptamtlichen Stadtmanager entschieden. Der hat auch die Finanzen im Blick - und im vergangenen Jahr „aus jedem Euro, den der Verein zur Verfügung gestellt hat, 7,50 Euro gemacht". Der Verein lebe vom Mitmachen, betont Ott. Jeder habe die Möglichkeit, im monatlichen Stadtforum Ideen einzubringen. Die Umsetzung erfolgt in Arbeitskreisen. Es sei wie im Sportverein: „Den Vorteil erfährt am besten der, der am gemeinsamen Training teilnimmt." Aber gibt es in Itzehoe überhaupt ein „Wir-Gefühl"? Auch Martin Ott weiß, dass oft der gegenteilige Eindruck entsteht. Das Problem sei, dass Itzehoe „keine klar definierbare Identität" hat. Deshalb sei es auch Ziel, die Stör wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken - etwa durch das Störschipperfest. Und der 2. Vorsitzende Thomas Hoffmann nennt die Strategie für die nächsten Jahre: „Es ist ein zentrales Ziel des Vereins, die Basis zu verbreitern." Mehr Privatleute sollen beitreten. „Damit können wir das Wir schaffen: Nicht wir, die Gewerbetreibenden, sondern wir, die Bürger Itzehoes." Dass es ein Wir-Gefühl gibt, zeigt sich für Schatzmeister Reinhold Schack noch in einem ganz anderen Punkt - in der Geschichte, dem Zusammenschluss der Vereine, aber auch der Beteiligung der Stadt. Attraktive Veranstaltungen, die ebenfalls das Wir-Gefühl stärken - etwa Weinfest oder Kindertag - müssten gepflegt und verbessert werden. Auch für Stadtmanager Wolfgang Helms lohnt sich ein Blick zurück: „Dass sich die Vereine der Sache willen zusammengefunden haben, ist bemerkenswert - das schaffen andere Städte nicht." Um etwas zu erreichen, brauche es auch ehrenamtliche Hilfe. Jüngst hätten 15 freiwillige Helfer tausende Kugeln auf Weihnachtsgirlanden geflochten - „auch das ist Wir-Gefühl. Die, die mitmachen, spüren es." Katrin Götz (Norddeutsche Rundschau, 11. November 2009)
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Itzehoe - Eine große Feier wird es nicht geben - doch Anlass für eine kleine Bilanz ist der Geburtstag allemal: Heute wird der Stadtmarketingverein „Wir für Itzehoe" zehn Jahre alt. Das Fazit des Vorsitzenden Martin Ott fällt positiv aus - doch er kennt auch die Probleme: „Die Wünsche der Mitglieder sind individuell, es gibt sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was Fortschritt für Itzehoe bedeutet - und so wird am Konsens über konkrete Ziele und Wege lebhaft gearbeitet." Oft sei die Arbeit eine Gratwanderung zwischen den persönlichen Ansichten und dem Ziel, „Itzehoe voran zu bringen". Doch diese stetige Diskussion sei auch der Motor, „der den Verein lebendig hält".