| 5. Störschipperfest Itzehoe - Störe in Freiheit! |
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Von dem starken Regen in der Nacht zu Sonnabend und dem teilweise sehr starken Wind mit harten Böen ließen sich die anreisenden Schiffe auf der bockigen Elbe nicht vergraulen. Der Ostwind hatte über mehrere Tage viel Wasser in die Nordsee geblasen. In Elbe und Stör fehlte fast ein Meter. Einige Skipper hatten ihre heimatlichen Liegeplätze schon vorsorglich verlassen und tiefere aufgesucht um parat zu sein. So war Gloria schon am Freitag im Glückstädter Hafen zu sehen.
Der Frank, genannt „Der lange Peter von Itzehoe" (siehe Schillers Wallenstein: „Und er ist wohl gar, Mußjö, der lange Peter aus Itzehö?") begleitete gekonnt mit seiner Frau Birgit erstmals das Zusteigen der Gäste am Steg in Wewelsfleth. So fuhren 23 Schiffe mit ihren fröhlichen Gästen die Stör aufwärts nach Itzehoe.
Da die Gaffelrigger und ihre Gäste noch mit Kurs auf Itzehoe unterwegs waren, durfte ein Teil der fünfzig Jungstöre im Schauaquarium warten. Gegen 17:00 wurden dann alle Störe von Bord des Hamburger Börtebootes Barbara im Beisein der Crews und ihrer Gäste völlig fit in ihre neue Heimat entlassen. Der mit einem Sender bestückte Fisch erhielt den Namen Esther zu Ehren der verstorbenen Journalistin Esther Fröbe, Itzehoe. Fazit: Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde ein entscheidender Teilerfolg nach 15 Jahren Projektarbeit so erstmals bei einer experimentellen Besatzmaßnahme öffentlich unter Beteiligung der Traditionsschiffe und der Bevölkerung dargestellt. Sachstand: Nach den letzten Auswertungen geht es den Jungstören gut, sie bewegen sich angepasst in ihrem Element, und es wird ein positiver Erfolg dieser Bemühungen erwartet. Da der Stör ein Grundfisch ist, besteht auch nicht die Gefahr einer direkten Kollision mit Traditionsschiffen.
Abendbrot und Frühstück gab es wieder bei den Itzehoer Wasserwanderern. Herr Aszmoneit, Marlene und Kerstin steckten dafür manches gute Wort ein. Die kleine, niedrige Seitentür zum Tresen öffnete sich manches Mal sogar zu einer spontanen Umarmung. Auf der Meta von Cranz schiffte sich zur Rückfahrt ein junges Ehepaar ein. Sie hatten sich im Vorjahr auslaufend auf der Barbara das Eheversprechen gegeben. Von hier aus noch mal herzlichen Glückwunsch, alles Gute und reichlichen Kindersegen. Gaffelrigger brauchen Nachwuchs, liebes Ehepaar Kienow, und Oma Julia ist in Sachen Erziehung ja vom Fach.
Wie die Küstenklatschwelle berichtete kam Alraun wegen des niedrigen Wasserstandes vor dem Sperrwerk fest und Axel Kalkofen mit Sünnstrohl ereilte während der angebotenen Hilfe das gleiche Schicksal. Alraun kam selbständig frei und Axel hat bis zum Aufschwimmen schon für Hamburg etwas aufgeklart. Teilgenommene Schiffe: Alraun, Elfriede, Johanna Neeltje, Stjernen, Anna, Frieda, Johanna von Amrum, Sünnstrohl, Anima, Fritz Lexow, Margaretha von Büsum, Theepot, Auguste, Gloria, Meta von Cranz, Tordalk, Barbara, Hoop of Wellfaart, Moewe, Vamos, Delphin, Johanna, Rigmor von Glückstadt. Abgesagt hatte Mavrodaphne. Uwe Jens Lützen (Veröffentlicht in PIEKFALL, Mitteilungsblatt für die Freunde des Gaffelriggs N° 99 / Juli 2009, Seite 36, 37 und 38, www.freunde-des-gaffelriggs.de)
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