| „Aufwachen und Chancen nutzen" |
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„Wir für Itzehoe"-Vorsitzender wiedergewählt / Kritik an Stadtmanager Itzehoe/ara - Wiederwahl für Martin Ott: Noch ein Jahr will er Vorsitzender des Stadtmarketingvereins „Wir für Itzehoe" bleiben, bevor er sein Amt abgibt. Sein Rückblick auf das Geschäftsjahr fiel positiv aus - kombiniert mit einigen Ermahnungen. 30 neue Mitglieder gab es seit dem vorigen Jahrestreffen - „das ist schon sehr stattlich", fand Ott. Dagegen standen zwölf Austritte, die Ott mit Geschäftsauf- und übergaben begründete, einige waren nicht mit den Vereinsregularien einverstanden. Insgesamt habe der Verein jetzt 184 Mitglieder, davon seien zehn Prozent private Personen.
Durch zahlreiche Veranstaltungen von „Wir für Itzehoe" seien Menschenmengen in die Stadt geströmt. Das sei gut für den Handel, doch der müsse selbst auch aktiv werden. Für den „letzten Schritt über die Stufe ins Geschäft hinein" sei jeder Händler selbst verantwortlich. Auch den zunehmenden Leerstand in der Innenstadt sprach Ott an. Das Kaufverhalten der Kunden habe sich geändert, viele nutzten auch den bequemen Einkauf im Internet. Dabei biete die Innenstadt eine Menge Möglichkeiten, sich darzustellen, mit besonderem Service oder Dienstleistungen. „Es muss irgendeinen Grund geben, warum der Kunde da hin geht." Er forderte Konzepte, nur gemeinsam sei man stark. Otts Appell: „Aufwachen, aktiv werden und die Chancen nutzen." Stadtmanager Wolfgang Helms habe die Finanzen voll im Griff, lobte er. Jeden Euro des Vereins verwandele Helms rechnerisch in 7,50 Euro, die der Region zugute kommen. „Das ist eine klasse Leistung." Auch die Nachfrage nach touristischen Informationen im Stadtmanagement-Büro steige, beobachtete Helms. 40 Prozent mehr Gastgeberverzeichnisse wurden ausgegeben, die Einträge darin wuchsen um 20 Prozent. Laut Tourismusbarometer der Sparkassen sei der Kreis Steinburg mit plus zehn Prozent überdurchschnittlich gut besucht. Kritik aus den Reihen der Mitglieder kam von Stefan Wolter: Auch wenn Helms die Finanzen im Griffe habe, möge er doch Ideen und Offerten aus dem Verein annehmen. Es sei nicht schön, „abweisend in die Ecke gestellt" zu werden. „Emotion würde ich gern spüren", sagte Wolter, der die Nähe zum Verein vermisste. Die wünschte sich auch Ott vom Stadtmanager. Helms' Reaktion: Er nehme dies zur Kenntnis. Ott begründete seinen angekündigten Abschied: „Ich denke, nach vier Jahren ist es dann genug." Er wolle sich stärker um Geschäft und Familie kümmern. Zum Beisitzer wurde erneut Günter Beuck gewählt, Malte Biehl, Tobias Rückerl und Jörg Zeunert ergänzen die Riege. Björn Gerbers stellte sich nicht zur Wiederwahl. Er möchte, dass „neue Leute in den Vorstand kommen, die mit viel Emotion kämpfen." (Norddeutsche Rundschau, 8. Juli 2009)
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