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Bismarcksäule: Stufe um Stufe zur Sanierung
Itzehoe/kgo - 40 von 100 sind verkauft - Stufe für Stufe nähert sich der Verein zur Erhaltung der Bismarcksäule seinem Ziel, das Denkmal im Stadtforst zu sanieren. „Es geht tatsächlich voran", freut sich Vorsitzender Lars Bessel. In den nächsten Tagen sollen die Bauarbeiten beginnen. Zunächst ist die Restaurierung der Innensäulen an der Reihe. „Alle vier Innensäulen werden über die komplette Länge stabilisiert", erklärt Bessel. „Das ist ein erster wesentlicher Schritt."

Danach sei die Freitreppe an der Reihe. „Dabei gibt es aber noch Diskussionsbedarf", sagt Bessel. Wie so oft. „Die Erfahrung aus fünf Jahren Arbeit inr090624n dem Verein ist: Das ist alles viel schwieriger, als man sich das vorstellt", sagt der Itzehoer. „Und es gerät bei Politik und Denkmalschutz oft in Vergessenheit, dass wir das alles ehrenamtlich machen."

Doch die kleinen Erfolge zählen. „Wir sind guter Hoffnung, wenn auch hier und da etwas genervt", sagt Bessel. So sind die Aufträge für die Geländer bereits vergeben. „Und das Dach wollen wir in diesem Jahr auch noch angehen", kündigt Bessel an. Es werde ein kleines Dach nur über die Innensäule geben. „Wie es genau aussehen wird, ist aber noch unklar." Doch die Gelder seien für 2009 bewilligt - also wird es auch angepackt.

„Ich gehe davon aus, dass die Menschen im Herbst wieder auf die Säule können", sagt Bessel. „Unser Ziel ist die so genannte touristische Inwertsetzung", erklärt er. „Wir wollen die Säule wieder als Naherholungsziel instand setzen."

Ob es klappt, liegt nicht zuletzt in den Händen der Itzehoer selbst. „Wir sind darauf angewiesen, dass die restlichen 60 Stufen noch verkauft werden", betont Bessel. Bei 250 Euro pro Stufe bringt das immerhin noch 15 000 Euro.

Mit dem bisherigen Erfolg der Stufen-Aktion ist Lars Bessel mehr als zufrieden. „Ich finde das beachtlich und bin schwer begeistert von den Itzehoern." Es sei auch ein Beleg dafür, dass die Bismarcksäule bei den Menschen in der Region von großem Interesse sei. „Für viele ist sie mit Erinnerungen verbunden." Das Alter der Spender reiche von 30 bis 90 Jahre.

Ihr Engagement wird verewigt: Als Dank gibt es ein Namensschild neben „ihrer" Stufe - und das gute Gefühl, etwas für die ganze Region getan zu haben. Denn die offene Bismarcksäule, da ist sich Stadtmanager Wolfgang Helms sicher, „wird ein absolutes Highlight".

Formulare beim Stadtmanagement
Wer mit dem Kauf einer Stufe der Bismarcksäule für mindestens 250 Euro zur Sanierung des Denkmals beitragen will, erhält alle nötigen Unterlagen dafür ab sofort auch im Stadtmanagement-Büro in der Kirchenstraße 2. „Er kann das Formular mitnehmen oder direkt hier ausfüllen", erklärt Stadtmanager Wolfgang Helms. Im Büro kann auch ein Musterschild für die Treppe begutachtet werden. Informationen im Internet unter www.bismarckturm-itzehoe.de.

(Norddeutsche Rundschau, 24. Juni 2009)