Startseite Presse 5,75 Sekunden – „Trudi“ wieder unschlagbar
5,75 Sekunden – „Trudi“ wieder unschlagbar
Das 3. Itzehoer Dackelrennen lockte Zuschauermassen an.

Itzehoe – Gestern, kurz vor 14 Uhr auf der Wiese am Landgericht: Kein Platz war mehr frei an der Strecke für das 3. Itzehoer Dackelrennen. Die Veranstaltung unserer Zeitung und der Buchhandlung Gerbers in Kooperation mit dem Stadtmanagement Itzehoe lockte nicht nur zahlreiche Zuschauer – so viele wie noch nie –, sondern auch Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen in die Kreisstadt und zum verkaufsoffenen Sonntag.

Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Norden, einer sogar aus Berlin, berichtete Björn Gerbers. Ingesamt traten mehr als 100 Dackel und Nicht-Dackel an, um den begehrten Preis, die „Goldene Wurst von Itzehoe“ zu ergattern.

 

Spannung am Start, Hektik an der Ziellinie: Sekundengenau nahmen die Helfer die gelaufene Zeit, Frauchen und Herrchen lockten an der Ziellinie mit einer leckeren Wurst oder dem Lieblingsspielzeug. Jutta Sötje aus Kremperheide hatte ein anderes Rezept parat: Im Ziel wartete auf „Pepe“ seine beste Freundin „Suki“.

Dackel „Boje“ sparte sich den Rennstress: „Er hat andere Qualitäten“, sagte Nina Maaß aus Elmshorn angesichts des buddelnden Vierbeiners. „Der findet Öl!“ Beim nächsten Mal soll „Boje“ vielleicht mitlaufen. Andererseits: „Er ist schon neun – der ist nicht mehr so schnell.“

Das Rennen machte nach Vor- und Endläufen – wie schon im vergangenen Jahr – Renndackel „Trudi“. Sie verteidigte ihre goldene Wurst und legte die rund 50 Meter lange Strecke in nur 5,75 Sekunden zurück. „Arnold“, Sieger des ersten Dackelrennens, ergatterte den dritten Platz. Bei den Nichtdackeln durfte Bordercollie „Tom-Tom“ das Siegerpodest erklimmen.

„Trudi hat alles gegeben“, fand Meike Voss vom Stadtmanagement, „im letzten Jahr brauchte sie 6,34 Sekunden.“ Das Geheimnis des Erfolgs: „Sie durfte Vögel jagen“, verriet Frauchen Svenja Menze aus Ahrensbök. Die „Goldene Wurst“ wollen Trudi und ihr Frauchen auch im nächsten Jahr verteidigen.

ANDREAS RADAJKIN

(Norddeutsche Rundschau, 6. April 2009)